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Die Firmenzeichen der Hüls AG

 

Das Firmenzeichen der I.G. Farben-Tochter

Das erste Hüls-Logo, gesetzt in der damals modernen Antiqua-Type, wurde zwischen 1938 und 1952 verwendet. Es basierte auf einem Entwurf des damaligen Direktionssekretärs Willi Bonnet, nachdem zuvor 80 verschiedene Vorschläge abgelehnt worden waren. Diese stammten teils von auswärtigen Graphikern, teils aus den eigenen Betrieben. Die beiden Ringe symbolisierten die Muttergesellschaften der "Chemische Werke Hüls GmbH", kurz ChWH: zum einen die I.G. Farbenindustrie AG, der auch das für "Chemie" stehende "Ch" zugeeignet war. Zum anderen die Bergwerksgesellschaft Hibernia AG, zusätzlich vertreten durch das „H“. In der Schnittmenge beider Ringe stand das neue Werk, symbolisiert durch das „W“. Zwei parallele Striche, die ein stilisiertes Band darstellten, schufen eine zusätzliche Verbindung zwischen den Ringen. In seiner Gesamtheit drückte das erste Logo die große Abhängigkeit der neuen Gesellschaft von ihren beiden Gründungsunternehmen deutlich aus.

 

Hüls-Wandel - auch im Logo

Das Anfang 1953 neu eingeführte Firmenzeichen setzte im Wesentlichen das vorherige fort. Jedoch stand - aus graphischen Gründen - im linken Kreis nur noch ein „C“ statt des bisherigen „Ch“. Auch die Antiqua-Schrift war durch die Futura-Type ersetzt worden. Dieses Logo war ein Produkt der neu entstandenen Werbeabteilung. Es spiegelte die Konsequenzen des veränderten Eigentümerkreises der neu gegründeten Hüls AG: die I.G. Farbenindustrie AG befand sich in Liquidation und wurde ab 1955 durch Chemieverwaltung AG ersetzt, als dritter Eigentümer neben der Hibernia war die Kohleverwertungsgesellschaft mbH dazu gekommen.

 

 

Die neue Hüls AG

Bereits ab 1964 wurde neben den bekannten Ringen die Wortmarke "hüls" verwendet. Sie bildete seit 1985 den ausschließlichen Bestandteil des Logos. Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt in eine Holding gewandelt worden und formte den Chemiesektor der Düsseldorfer VEBA AG aus. Von einer reinen Wortmarke, die - anders als zuvor die Ringe - keine Festlegungen auf ein Arbeitsgebiet oder Hinweise auf alte Abhängigkeiten beinhaltete, versprach man sich eine Erleichterung bei der Bildung des neuen Konzerns. Da das Unternehmen im Volksmund bereits seit längerer Zeit einfach "Hüls" genannt wurde, stieß das neue Logo überall schnell auf Akzeptanz. Es blieb gültig bis zur Fusion mit der vormaligen Degussa AG im Februar 1999.

 

 

 

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